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„Zu Tisch“ – partizipatives Kochformat im Japanischen Palais

Nach langer Planung konnten wir im September und Oktober zwei verschiedene Workshopkonzepte im Japanischen Palais umsetzen. Im Mittelpunkt des Formates „Zu Tisch“ stand der Gedanke, dass wir beim gemeinsamen kochen Unsicherheiten und Berührungsängste mit Lebensmitteln und Zubereitungsarten verlieren – und uns somit ein Stück unsere Ernährung zurück erobern.

„Zu Tisch“ im Innenhof des Japanischen Palais

Keine Angst vorm Unbekannten

Endlich wieder miteinander kochen! Coronabedingt mussten wir dieses Jahr einige lange geplante Kochworkshops absagen. Abstand halten ist eben in einer Küche oft nicht möglich. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass das Japanische Palais einen Weg gefunden hatte, unsere gemeinsame Veranstaltung corongerecht durchzuführen. Und so haben wir an zwei Freitagen mit den verschiedensten Menschen gekocht, geschnippelt und vor allem ausprobiert. Dabei stand von Anfang an gegenseitiges lernen und erzählen im Mitelpunkt.

Kennenlernen….
…und ausprobieren

Ohne Vorbereitung

Die Teilnehmenden hatten sich im Vorfeld für den Workshops angemeldet. Für uns eine besondere Herausforderung: Denn wir wussten nicht, auf welche Gruppe Menschen wir uns vorbereiten sollten. Dementsprechend aufregend war der erste Termin. Wie immer hatten wir Lebensmittel von der Tafel mitgebracht, die nach der Ausgabe übrig geblieben waren. Ideen für die Zubereitung sollten gemeinsam mit der Gruppe gefunden werden. Beide Workshops setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Während wir im September mit einer kleinen Gruppe Pärchen an unserer Küche Tonnja arbeiteten, war der Workshop im Oktober als Senior:innen Edition geplant.

Unser Anspruch in der Planung der Workshops war, möglichst vielen Bedürfnissen der Teilnehmenden gerecht zu werden. Um coronagerecht mit Senior:innen zu kochen, hatten wir die Gruppe geteilt. Da das Wetter im Oktober sehr unbeständig war, wurde der Workshop vom Innenhof des Japanischen Palais nach Innen verlegt. Allerdings darf hier – aus konservatorischen und denkmalschutzgründen – nicht gekocht werden. Also wurde improvisiert und die Gruppen stellten Salate, Smoothies und Aufstriche her. Dabei haben wir intensive, spannende Gespräche über die Lagerung und Verarbeitung von Lebensmitteln geführt. Gerade bei den Senioren kommt wenig weg. Allerdings hatten auch hier die meisten noch keine Berührungspunkte mit der Tafel.

Auch der Kürbis trägt Maske
Kochen ohne zu kochen

Auf Neues einlassen

Ob im theoretischen Austausch oder beim verarbeiten. Die Teilnehmenden der Workshopformate hatten sich auf etwas Neues eingelassen: Tafel Lebensmittel, eine mobile Küche, ungewohnte Rezepte. Wir freuen uns immer sehr, wenn Menschen bereit sind, einfach mitzumachen. Und gemeinsam herauszufinden, was wir kochen wollen. Die Freude der Menschen am zubereiten ist, was uns diese Workshops machen lässt. Wir wollen einen Raum bieten für den Austausch über unsere Ernährung. Und wie wir uns diese zurückerobern können.