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Ferienworkshop: Kochen mit Kindern & Jugendlichen

Obwohl die Restaurantabende einen großen Teil unserer Arbeit bei „Zur Tonne“ einnehmen – und nach wie vor wahnsinnig viel Spaß machen – ist uns unser Bildungsprogramm nicht weniger wichtig. Von Anfang an wussten wir, dass wir vor allem auf Bildung setzen wollten. Denn für uns sie der Schlüssel zur Veränderung und zum aktiven Gestalten der Zukunft. Daher haben wir verschiedene Workshopformate entwickelt, die wir den Anlässen entsprechend anpassen. Manchmal steht das Kochen im Mittelpunkt und manchmal eher die Theorie um globale Zusammenhänge.

Heutiges Menü / Foto von Rosa Nguyen
Vor dem Essen steht das gemeinsame Schnippeln / Foto von Rosa Nguyen

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Mit unseren Workshops haben wir uns ganz dem Prinzip der BNE verschrieben. Diese drei Buchstaben stehen für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Sie soll Menschen zu einem zukunftsfähigem Denken befähigen und es ihnen ermöglichen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen. Und für uns stellt Kochen vor allem die ideale Plattform dar, um ins Handeln zu kommen. Wir sind keine Köchinnen, wir haben Gastronomie nicht gelernt. Aber wir wollen etwas bewirken. Und das ist, was wir in unseren Workshops vermitteln wollen: Unser Handeln macht einen Unterschied. Wir müssen uns nur trauen.

Ein Nachmittag in Dresden Plauen

Daher haben wir uns sehr gefreut, am 23. Juli gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen im Plauener Bahnhof Dresden zu kochen. Hierhin eingeladen hatte uns das Zukunftsstadtprojekt „Essbarer Stadtteil Plauen“, die einen Spaziergang mit den Teilnehmenden durch das Viertel arrangierten – immer auf der Suche nach essbarem Stadtgrün. Danach sind wir im Jugendzentrum Plauener Bahnhof zusammengekommen, um Lebensmittel von der Tafel, aber auch Gesammeltes, zu etwas Leckerem zu verarbeiten.

An verschiedenen Stationen wird vorbereitet… / Foto von Rosa Nguyen
….geschnippelt, geschält und gedreht. / Foto von Rosa Nguyen

Sommerliches drei Gänge Menü

Da die Gruppe aus Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 18 Jahren bestand, beschlossen wir, den Theorieteil nicht zu umfangreich zu gestalten. In einem Kreis sitzend haben wir über die Ursachen der Verschwendung gesprochen – wobei uns die Kinder mit ihrem Wissen mehrmals überraschten. Alle waren interessiert und voller Tatendrang, vor allem, als wir dann zum kochen kamen. Es sollte ein sommerliches drei Gänge Menü geben, aus Salat, Ofengemüse mit verschiedenen Dips und selbstgemachtem Bananeis. Schnell waren drei Arbeitsstationen gebildet und es wurde geschnippelt, geschält und gehobelt. Vor allem die Jüngsten hatten großen Spaß, selbst Hand anlegen zu dürfen und waren eifrig bei der Sache.

Ein Traum aus dem Ofen / Foto von Rosa Nguyen
Jeder tut sich selbst auf / Foto von Rosa Nguyen

Den Nachmittag rundete ein gemeinsames Essen ab. Unsere Gespräche drehten sich um das Essen und wieviel wir eigentlich selber machen können – ohne großen Aufwand. Das ist, was wir oft erleben. Viele Menschen haben Respekt vor dem Kochen. Auch, weil schienbar perfekte Fernsehgerichte und Kochshows, in denen unzählige Zutaten Verwendung finden, die Zuschauer oft überfordern. Sich einfach zu trauen fällt Vielen schwer. Die Arbeit mit Kindern ist daher etwas, dass besonders großen Spaß macht, da sie sich solche Gedanken nicht machen. Dafür wird den Kindern zu unrecht oft zu wenig zugetraut. Und genau hier möchten wir ansetzen und vermitteln, dass Kinder natürlich Verantwortung tragen können. Für sich selbst und ihr Handeln. Wir hatten einen wunderschönen Tag in Dresden Plauen und freuen uns schon darauf, das nächste Mal wieder gemeinsam den Kochlöffel zu schwingen.

Zur Tonne in der Presse: Plauener Stadtteilzeitung

Alle Beteiligte auf einem Bild / Foto: Steffen Dietrich

Premiere mit vielen Zuschauern

Im Rahmen unseres Picknicks am Hohen Stein in Dresden Plauen wurden wir von einem Journalisten der Plauener Stadtteilzeitung besucht. Die Veranstaltung hatten wir gemeinsam mit dem „Palais Café“ und dem Zukunftsstadtprojekt „Essbarer Stadtteil Plauen“ geplant und durchgeführt. Und uns aus mehreren Gründen besonders darauf gefreut. Nach einer coronabedingten Pause war das Picknick unsere erste Veranstaltung seit Februar. Und zum ersten Mal haben wir unsere mobile Küche Tonnja hier ausprobieren können. Umso mehr hat es uns alle gefreut , dass das Interesse am Picknick so groß war. Ob nun durch die Teilnehmenden – oder auch die Anwesenheit von Presse. Den Text könnt ihr hier lesen. Und wer jetzt Appetit bekommen hat, kommt bei der nächsten Veranstaltung einfach vorbei.

Zur Tonne auf Achse: Abendessen in der Zwickmühle

Unsere erste öffentliche Veranstaltung dieses Jahr fand am Montag, den 27. Januar 2020 in der „Zwickmühle“ in Dresden statt. Die Zwickmühle ist ein recht neuer Nachbarschafttreff in Dresden Plauen, wo Raum für verschiedenartige, nonkommerzielle Angebote geschaffen wurde. Neben einem Repaircafe und Yogaunterricht findet hier außerdem jeden Montag ein nachbarschaftliches Abendessen statt. Gemeinsam sitzt man an einer langen Tafel und tauscht sich aus. Essen als verbindendes, soziales Element also – das hat ja geradezu nach uns geschrieen.

Es kann losgehen / Foto von der Zwickmühle

Kleiner Raum – große Vorbereitungen

Für unser eigenes „Montagsessen“ hatten wir ungefähr 40 Personen erwartet. Dementsprechend musste wir früh mit den Vorbereitungen beginnen. Wie immer, wollten wir ohne Fleisch und wenn möglich vegan kochen. Als Hauptspeise hatten wir uns eine vegane Moussaka ausgesucht, ein Rezept, dass wir heiß und innig lieben und auch hier mit euch geteilt hatten. Statt des Hackfleisches haben wir Linsen benutzt. Schnell zubereitet und geschmackvoll war auch der Rest des Menüs.

Vorbereitung mit Liebe / Foto von der Zwickmühle

Alle an eine Tafel bringen

Aufgrund der räumlichen Situation hatten wir uns entschieden, die Teller nicht anzurichten, sondern ein Büfett aufzubauen. Wir hatten gedacht, dass die Menschen so am Besten miteinander ins Gespräch kommen könnten. Und das taten sie dann auch. Nachbarn, Fremde, jüngere und ältere Personen sollten später beim Abendessen Seite an Seite sitzen und gemeinsam essen. Doch vorher mussten wir noch alles fertig bekommen. An diesem Tag hatten wir mit Verena, Dunja und Frida gleich 3 wunderbare Helferinnen, die fleißig mit uns geschnippelt und gebrutzelt haben. Danke an Euch!

Büffet steht / Foto von der Zwickmühle

Frisch auf den Tisch

Neben der Moussaka hatten wir eine unglaublich cremige Blumenkohlsuppe gekocht, bei der natürlich der ganze Kopf Verwendung fand und nichts weggekommen ist. Denn die Blätter des Blumenkohl sind – sofern sie frisch sind – super bekömmlich und lecker. Daneben haben wir frischen Kraut- und Gurkensalat gemacht, es gab Kartoffelstampf, Brot und diverse, würzige und intensive Salsas, die mit überraschenden und großartigen Geschmackvariationen aufwarteten sowie Apfelkuchen, Mousse au Chocolat ud Arme Ritter – alles vegan natürlich. Pünktlich zum Abendessen standen die damfenden Töpfe auf dem Tisch und die Gäste konnten kommen.

Beauty Wasser mit frischen Gurken / Foto von der Zwickmühle
Tischgesellschaft / Foto von der Zwickmühle

Und der Raum füllte sich dann sehr schnell. Ein paar wenige bekannte Gesichter, viele Neue. Eine schöne Gesellschaft hatte sich hier zusammen gefunden um gemeinsam zu essen und sich auszutauschen. Die Spenden des heutugen Abends gingen an die Zwickmühle selbst, die als noch junger Verein jede Hilfe gut gebrauchen können. Den ungefähr 40 Gästen hat es gut geschmeckt und es gab dann noch einen regen Austausch zum Essen und einigen Rezepten. Es hat uns sehr gefreut, bei euch zu Gast gewesen zu sein und wir wünschen euch viel Glück und gutes Gelingen in der Zwickmühle!